: Kein HH19 mehr
■ Alternatives Stadtmagazin wurde nach fast zehn Jahren eingestellt
Fast ein Jahrzehnt lang sorgte das linke Stadtmagazin HH 19 für Aufsehen und deckte manchen Skandal auf: Im Oktober musste das Blatt nun das Erscheinen einstellen. Zu hoch hatte sich der Schuldenberg aufgetürmt, so dass die beiden Inhaber das Handtuch werfen mussten.
HH 19 war ein besonderes Kapitel hanseatischer Pressegeschichte. Einst konzipiert als alternatives Magazin für den Stadtteil Eimsbüttel – seinerzeit postalisch „2000 Hamburg 19“ – mauserte sich das Blatt aus der Eimsbüttler Hausbesetzer-Ära schnell zu einer ernsthaften Publikation, die in Politik und bürgerlichen Medien Beachtung und Anerkennung fand. Kaum eine Kneipe oder Café, fast kein Laden an der Hausecke, wo HH 19 nicht zur kostenlosen Mitnahme auslag. Doch durch Anzeigen allein war das Blatt zuletzt auf dem ruinösen Medienmarkt nicht mehr zu finanzieren. kva
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