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Karlheinz Böhm

SissiFilmen wurde er zu einem der größten Stars der Adenauer-Ära. Als Frauenmörder in Michael Powells Peeping Tom (1959) von Michael Powell ruinierte er erfolgreich sein Image. Nach kurzem Aufenthalt in Hollywood zog sich Böhm Anfang der sechziger Jahre in den Tessin zurück. Dort schrieb er unter anderem ein nie realisiertes Drehbuch über die deutsche Schuld an der Vernichtung der Juden. Der Schauspieler Böhm überwinterte mit Theatertourneen und Fernsehrollen.

Erst als ihn Rainer Werner Fassbinder Anfang der Siebziger wiederentdeckte, erlebte Böhm ein künstlerisches Comeback. Danach spielte Böhm Theater, seine größte Rolle war der König Lear in Düsseldorf. 1981 trat Böhm bei Frank Elstner in Wetten daß... auf. Mit 1,7 Millionen Mark Spenden für die hungernden Flüchtlinge flog er nach Äthiopien. Aus der spontanen Aktion wurde ein dauerhaftes Engagement. Böhm gründete die Entwicklungshilfe-Organisation „Menschen für Menschen“. Der 63jährige lebt heute mit seiner Frau, der Rinderzucht-Expertin Almaz Teshome, und seinem Sohn Nicolas in einem Haus im Erer-Tal.

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