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Kampf um Wodkafabrik

Smirnow will die Geschäftsführung nicht abgeben. Zwei Sicherheitsdienste verschanzen sich auf Gelände

MOSKAU afp ■ Bewaffnete Männer und Gerichtsvollzieher haben am Samstag den Firmensitz des Wodkafabrikanten Smirnow (Marke: Smirnoff) im Zentrum von Moskau gestürmt. Laut Fernsehberichten wollten sie dem neu gewählten Unternehmenschef Sergej Jusefow Zutritt verschaffen. Jusefow hatte seine Sicherheitsleute zu Hilfe gerufen, nachdem der firmeneigene Sicherheitsdienst ihn nicht in das Gebäude lassen wollte. Smirnow-Sicherheitsleute warfen aus den Fenstern volle (!) Wodkaflaschen auf die vermummten Angreifer, um sie am Eindringen zu hindern. Schließlich gelang es Jusefows Leuten jedoch, die Türen einzuschlagen. Bei dem Angriff wurde die Frau des abgesetzten Chefs Boris Smirnow, Elena, verletzt. Sie kam mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus.

Boris Smirnow hatte die Ernennung von Jusefow durch die Aktionäre seiner Firma als „illegal“ verurteilt. Smirnow hält selbst noch 50 Prozent der Aktien. Er kündigte am Samstagabend an, „bis zum Ende“ durchzuhalten. Die Situation in der Firmenzentrale blieb gespannt: Die Leute des neuen Direktors besetzten einen Teil des Gebäudes, Smirnows Anhänger verschanzten sich im anderen Teil. Die Polizei postierte sich zwischen den verfeindeten Parteien.

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