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Kammer „grundsolide“

■ Angestelltenkammer legt Jahresabschluß vor

„Der Laden ist grundsolide“, erklärte Bernhard Baumeister, Präsident der Angestelltenkammer, mit dem Brustton der Überzeugung. Noch bevor die Vollversammlung der Kammer den Jahresabschluß 1992 vorgelegt bekam, präsentierten Präsident und Geschäftsführer die Ergebnisse der Presse.

Die Einnahmen sind insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um über eine Million Mark (auf 32,67 Mio) gestiegen. Dennoch sind auch an der Angestelltenkammer die AfG-Novelle und im Bildungsbereich angesetzte Sparmaßnahmen nicht vorbeigegangen. Wegen der Krise am Arbeitsmarkt hat die Kammer deshalb 400.000 Mark Rücklage zweckgebunden: um Risiken in der Weiterbildung abzudecken. Weitere 275.000 Mark Rücklage sind zur Finanzierung der Kammerwahl im Herbst bestimmt.

Da aus öffentlichen Kassen kaum noch Gelder zu erwarten sind, werde die Angestelltenkammer künftig mehr Geld aus den Kammermitteln in die Weiterbildung stecken und ihre Kostenstrukturen verändern müssen. Dazu werden Arbeitsstrukturen und Angebot umstrukturiert. Kammergeschäftsführer Eberhard Fehrmann hofft, so zumindest für die kommenden beiden Jahre Kündigungen und einen Sozialplan umgehen zu können.

Die Deutsche Angestellten- Gewerkschaft hat unterdessen kritisiert, daß die Angestelltenkammer mit ihrem Jahresabschluß keine Zahlen zur Kammer-Tochter BBI (dem Berufs- Bildungs-Institut) vorgelegt hat. DAG-Bezirksleiter Hartmut Frensel bezeichnet das Zahlenwerk als „Schönfärberei“. Er verlangt insbesondere Aufschluß, wie sich die umstrittene Kapitalerhöhung von 1,2 Millionen Mark, die die Angestelltenkammer ihrer Tochter gewährte, auf die Finanzlage ausgewirkt habe. ra

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