Kamerun: Mindestens 19 Tote bei Unruhen
Die Niederschlagung von Protesten in Kamerun am Sonntag durch die Sicherheitskräfte hat mindestens 19 Tote gefordert. Diese Bilanz zogen Behörden und unabhängige Beobachter nach der symbolischen Unabhängigkeitserklärung des anglophonen Landesteils als „Ambazonien“ durch Aktivisten am 1. Oktober. Die Regierung hatte alle Zusammenrottungen verboten, Soldaten schossen scharf auf Demonstranten in den Städten Bamenda, Ndop, Kumbo und Kumba. Am Montag blieb die Lage angespannt. In der Stadt Buea waren nur Soldaten auf den Straßen zu sehen, die 70 Kilometer lange Fernstraße in die Millionenstadt Douala war abgesperrt. Das Internet blieb abgeschaltet. Staatschef Paul Biya verurteilte am Sonntag die Gewalt und rief zum „Dialog“ auf. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres forderte am Montag die Separatisten auf, das Angebot anzunehmen, und verlangte zugleich eine Untersuchung der Gewalt. (afp, taz)
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