: Jetzt überall: DSDSLD
Neues Full-Life-Superformat gegen Corona
Deutschland bewegt sich! Was eigentlich eine gute Nachricht sein sollte, von wegen adipöse Republik, regt zu Zeiten der Pandemie besonders die besonderen Behörden ganz besonders auf. Doch Heilung naht: die absolute Nulldiät! Also wird der Maßnahmen-Kurs jetzt und künftig noch weiter verstärkt. Ja, ein Traum könnte endlich wahr werden, der Traum, chinesische Verhältnisse zu schaffen, ganz nach dem Motto „Deutschland sucht den Superlockdown“ (DSDSLD; nicht zu verwechseln mit DSLSD, Deutschland sucht das Superacid). Noch härter, noch strenger, noch länger! Hyper, hyper! Ist ja auch so: Die Menschen da draußen tun immer noch viel zu normal! „Die Mobilität ist immer noch zu hoch“, sagt das Robert-Kocht-Institut (RKI) laut dpa. RKI-Epidemiologe Dirk Brockmann findet, es sei eine „totale Konsensaussage“ aller Modellberechnungen, dass die Lockdownmaßnahmen weiter verschärft werden müssten, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Auch der RKI-Präsident befürwortete eine Verschärfung als „Option“. Alles noch mehr runter, und zwar noch verschärfter! Findet auch eine Netz-Bewegung mit sadomasochistischen Tendenzen, die sich unter dem Hashtag „#ZeroCovid“ sammelt: „Niemand darf zurückbleiben!“ Niemand – oder eben alle.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen