: JU gegen Travolta
■ CDU-Jugendorganisation macht weiter mobil gegen Scientologen im Kino
Hannover. Die Junge Union (JU) dehnt ihre Kampagne gegen die Scientology-Sekte jetzt auf den Schauspieler John Travolta aus. Nach ihrem Aufruf zum Boykott des Films „Mission Impossible“ mit Tom Cruise will die CDU-Nachwuchsorganisation erreichen, daß Travoltas neuer Streifen „Phenomenon“ von der Bundesprüfstelle gegen jugendgefährdende Schriften kritisch unter die Lupe genommen wird.
Der Film, der die wundersame Erleuchtung eines jungen Amerikaners zu einer Art Universalgenie beschreibe, laufe Anfang Oktober in den deutschen Kinos an, teilte die Junge Union Niedersachsen am Dienstag in Hannover mit. Travolta werbe darin möglicherweise offener für Scientology als Cruise, sagte JU-Landesvorsitzender Burkhard Remmers. Sollte sich dieser Verdacht erhärten, dann müsse die Prüfstelle die Altersgrenze für den Film hochstufen, so daß Jugendliche ihn nicht sehen dürften.
Der Verdacht begründet sich laut Remmers auf Angaben von amerikanischen Sektenkritikern. Ihnen zufolge weise der Film eine erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Leben und der Lehre des Scientology-Begründers Ron Hubbard auf. Sollte dies zutreffen, dann sei der Streifen jugendgefährdend, „weil er unterschwellig die menschenverachtende Scientology-Ideologie transportiert“. dpa
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