■ Italien/Ehen: Familie verlassen
Mailand (epd) – Die Staatsanwaltschaft in Mailand hat Anklage gegen eine 24jährige Frau erhoben, weil sie ihren inzwischen verstorbenen aidskranken Ehemann und die gemeinsame kleine Tochter verlassen hat. Die Italienerin habe bei der Heirat gewußt, daß der Mann Aids hatte. Trotzdem habe sie ein Kind von ihm haben wollen und 1992 eine gesunde Tochter geboren. Als sich sein Gesundheitszustand verschlechterte, ließ die Frau aber dann ihre Familie im Stich, weil sie die Situation seelisch nicht ertrug. Erst nach dem Tod ihres Mannes tauchte die Mailänderin wieder auf. Nun muß sie sich wegen „Vernachlässigung der Pflegepflicht für Familienangehörige“ verantworten.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 90 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen