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Israels größtes Umweltprojekt

Jerusalem (AFP/taz) – Israel hat am Montag begonnen, einen vor 40 Jahren trockengelegten See im Norden des Landes aufzufüllen, um das ökologische Gleichgewicht der Region wiederherzustellen. Durch die Trockenlegung des Sees Hula in den Jahren 1951 bis 1958 konnten 1.520 Hektar fruchtbarer Boden landwirtschaftlich nutzbar gemacht werden. Die Entwässerung des 1.700 Hektar großen Sees, der von 2.000 Hektar Sumpflandschaft umgeben war, hatte zudem die Ausrottung der Malaria in der Region zur Folge. Die Trockenlegung des Sees, der sich in dem Gebiet nahe der Grenze zum Libanon und den von Israel annektierten Golanhöhen befand, verursachte ein großes ökologisches Ungleichgewicht: Der Boden laugte aus, zahlreiche Pflanzen- und Tierarten starben aus oder verließen die Region, Nitrate flossen in den See Genezareth, dem wichtigsten Wasserreservoir Israels. Die Wiederbewässerung des Sees gilt als Israels größtes Umweltprojekt. Es ist auf vier Jahre angelegt und soll 20 Millionen Dollar kosten. Insgesamt ist die Überflutung von 600 Hektar Land geplant. Der „neue“ See soll 100 Hektar umfassen, daneben soll ein Sumpfgebiet entstehen. Tierarten, die in der Region nicht mehr vorkommen, sollen wieder heimisch werden, Zugvögel und Büffel sollen angesiedelt werden. Der Direktor des Projekts, Giora Schacham, bezeichnete die Aktion als „chirurgische Korrektur“, die in einer veränderten Welt notwendig geworden sei.

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