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■ Schwierige WahlIrland zählt und zählt

Dublin (taz) – Irland hat vor zwölf Tagen gewählt – das Ergebnis steht immer noch nicht fest. In einem Dubliner Wahlkreis streiten seitdem der ehemalige Bürgermeister Ben Briscoe von der rechten Fianna Fail und Ediie Byrne von der Demokratischen Linken um den letzten offenen Parlamentssitz. Zunächst gewann Byrne mit vier Stimmen Vorsprung. Bei der Überprüfung bestätigte sich das Ergebnis. Briscoe forderte flugs eine komplette Neuzählung. Nun lag er mit fünf Stimmen vorne. Dann fand man elf Wahlzettel unter einem Computer versteckt, andere Stimmzettel waren nicht gestempelt. Gestern begann die erneute Auszählung. Eine Bürgerinitiative fordert inzwischen „Freiheit für die 24 in der RDS“ – die 24 Beamten, die seit zwölf Tagen in der Royal-Dublin-Society-Halle ununterbrochen Stimmzettel wälzen. Das Ergebnis ist von entscheidender Bedeutung: Nur wenn Byrne gewinnt, gäbe es eine Parlamentsmehrheit für die Koalition aus Fine Gael, Labour und Demokratischer Linker, die die Labour Party durchsetzen will. RaSo

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