■ Iran/Contra: Wo war Bush?
Washington (AP) – George Bush soll während seiner Zeit als Vizepräsident unter Ronald Reagan an der Iran/Contra-Affäre beteiligt gewesen sein. Wie jetzt in Washington bekanntwurde, existiert eine Notiz mit Anweisungen, die Bush für eine Begegnung mit dem honduranischen Präsidenten Jose Azcona Hoyo im Jahr 1986 erhielt. Nach Angaben der mit der Affäre befaßten Anklagebehörde sollte Bush dem Schriftstück zufolge seinem Gastgeber sagen: „Herr Präsident, es gibt ein Thema, das ich gern privat mit Ihnen erörtern würde, nämlich die Versorgung der Demokratischen Widerstandskräfte (Contras). Der innere Widerstand in Nicaragua braucht Unterstützung...“ Man hoffe, besagte die Notiz weiter, daß Azcona sein Militär anweisen werde, sich um die Gewährleistung einer „versorgten Front“ zu kümmern. Ausdrücklich wurde auf die Möglichkeit verwiesen, die „leise und diskrete“ Zusammenarbeit öffentlich abzustreiten.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen