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Irak: pro Woche 2.000 Tote

■ Clark berichtet über Embargofolgen

New York (dpa) – Die Aufrechterhaltung der Sanktionen gegen den Irak verursacht nach Angaben des ehemaligen US-Justizministers Ramsey Clark in jeder Woche den Tod von mehr als 2.000 Irakern. Bis zu 100.000 irakische Kinder unter fünf Jahren würden nach UNICEF-Schätzungen in diesem Jahr sterben, wenn die Sanktionen nicht aufgehoben würden, erklärte er nach der Rückkehr von einer Irak-Reise in New York, wo er auch UN-Generalsekretär Butros Butros-Ghali und die Mitglieder des Sicherheitsrats unterrichtete. Mangel an Medikamenten, medizinischer Versorgung, Nahrungsmitteln, an sauberem Wasser und an Ausrüstungen, die für die Landwirtschaft und für die Nahrungsverarbeitung notwendig seien, verursachten die hohe Sterberate, sagte Clark. Es bestehe kein Zweifel, daß die Sanktionen direkt für die katastrophalen Folgen verantwortlich seien. Nach Schätzungen der Ärzte gingen 80 Prozent der Fälle, in denen Kleinkinder in Krankenhäuser gebracht würden, auf Unterernährung zurück. Trotz wiederholter massiver Kritik humanitärer Organisationen an den Folgen hatte der UN- Sicherheitsrat erst Ende Januar das umfassende Embargo erneut bestätigt, das vor zweieinhalb Jahren nach dem Einmarsch der irakischen Arrmee in Kuwait gegen den Irak verhängt worden war.

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