: Investive Journalism
Wer rastet, der rustet, liebe LeserInnen. Man kann lange darüber lamentieren, daß das Scheckbuch den Journalismus korrumpiert, daß der 'Stern‘ die publizistischen Luftkorridore nach Moskau kontrolliert, daß die 'Tagesschau‘ jedes Filmchen über den neuen deutschen Luftsieg-Helden grunerein, jahraus mit einem Sternchen indizieren muß.
Wir meinen: Schluß mit dem Gejammer! Der Investigative Journalism ist tot, es lebe der investierende Journalismus! Die Lokalredaktion, die ihre Geschichten immer noch mühselig auftreiben und recherchieren muß, hat daher unter ihren RedakteurInnen gesammelt und sieht sich jetzt in der Lage, für eine Story, die uns angetragen wird, eine Summe in Höhe von bis zu 20DM zu zahlen.
Wer also ein Flugunternehmen plant (Moskau ist natürlich ausgeschlossen) oder sonst etwas Exklusives vorhat, schicke uns ein Expose in verschlossenem (!) Umschlag. Aber bitte wirklich nur exklusiv! Wir sind gespannt!
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen