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Interflug: Treuhand gibt Fehler zu

Berlin (ap) — Das Bundesverkehrsministerium will die Landerechte der früheren DDR-Fluggesellschaft Interflug für den Ostberliner Flughafen Schönefeld meistbietend verkaufen. Der Sprecher der Treuhandanstalt, Wolf Schöde, sagte gestern während einer Demonstration von rund 800 Interflug-Mitarbeitern in Berlin, daß die Rechte nur zu „internationalen Maßstäben“ vergeben würden. Gleichzeitig räumten Treuhandvertreter Fehler der Anstalt bei den gescheiterten Privatisierungsversuchen der Fluglinie ein. Bei den Privatisierungsverhandlungen mit dem Bundeskartellamt, dem damaligen Hauptinteressenten Lufthansa und der Bonner Regierung habe man „zu zaghaft“ gehandelt. Nach einem letzten gescheiterten Schlichtungsgespräch mit Gewerkschaftsvertretern kündigte Treuhand-Verhandlungsführer Ludwig Tränkner weitere Zahlungen für die Fluggesellschaft bis zum 20. Februar an. Damit es nicht zu einem schlagartigen Ende komme, erarbeiteten alle betroffenen Partner einen Sozialplan für die 2.900 betroffenen Mitarbeiter.