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■ IndienRegierungsumbildung

Neu Delhi (AFP) – Indiens Ministerpräsident Narasimha Rao hat gestern ein neues Kabinett vorgestellt. Er ernannte den 67jährigen Diplomaten Dinesh Singh zum Außenminister, dessen Amt seit einem Jahr vakant war. Trotz scharfer Kritik hielt der Regierungschef an Innenminister S.B. Shavan und Verteidigungsminister Sharad Pawar fest, deren Rücktritt wegen der religiösen Unruhen gefordert worden war. Raos größter Rivale, der Minister für Arbeitskräfte Arjun Singh, blieb ebenfalls im Amt. Finanzminister Manmohan Singh, der als der Architekt von Raos liberalem Wirtschaftskurs gilt, blieb ebenfalls weiter im Kabinett. Unter den zwölf neuen Kabinettsmitgliedern sind auch drei Moslems. Die Regierungsumbildung war seit mehreren Monaten erwartet worden. Die radikal- nationalistische Bharatiya-Janata- Partei (BJP) der Hindus bezeichnete die Kabinettsumbildung als „alten Wein in neuen Flaschen“. Die achtundfünfzig Mitglieder des indischen Kabinetts waren am Samstag abend geschlossen zurückgetreten, um den Weg für die Regierungsumbildung freizumachen.

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