: Indien: Hindus wollen Moschee angreifen
Ayodhya (afp) — Alle Frauen und Kinder der 150 moslemischen Familien von Ayodhya bereiten sich auf eine Flucht aus der nordindischen Stadt vor, nachdem hinduistische Fundamentalisten erneut einen Sturm auf die umstrittene Moschee angekündigt haben. Das Polizeiaufgebot wurde verstärkt. Für die Hindus ist Ayodhya im Bundesstaat Uttar Pradesh der Geburtsort ihres Gottes Rama. Sie wollen an der Stelle der Moschee einen Tempel errichten. Nach ihrer Darstellung wurde im 16.Jahrhundert beim Bau der Moschee ein Hindu-Tempel abgerissen. Vor einem Jahr waren bei der Erstürmung der Moschee durch die Hindus Hunderte von Menschen getötet worden.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen