Impfzentren in Berlin: Kurz vor Schluss in der Arena

Bei speziellen Impfaktionen war der Andrang der Impfwilligen zuletzt höher als bei regulären Angeboten. Zwei Berliner Impfzentren schließen nun.

Impfzentrum Berlin Corona

Drei gehen noch: Mitarbeiterin im nun geschlossenen Impfzentrum in der Arena in Berlin-Treptow Foto: John Macdougall/Pool via REUTERS

BERLIN taz | Schnelles Fiebermessen, kurze Taschenkontrolle, und ich bin drin. Ohne Schlange, ohne Termin. Am letzten Impfzentrums-Tag in der Arena Treptow ist die Stimmung entspannt. Drinnen und draußen laufen fast so viele Hel­fe­r*in­nen in bunten Westen herum wie Impflinge. Den Piks merke ich kaum. Eine halbe Stunde später druckt mir ein Mitarbeiter schon den QR-Code für meinen digitalen Impfnachweis aus.

Damit bin ich nun offiziell 2 G: genesen und geimpft. Anfangs hieß es ja noch, wer Covid hatte, soll sechs Monate warten mit einer Impfung. Inzwischen ist die Empfehlung, sich 4 Wochen bis 6 Monate nach der Infektion impfen zu lassen. Ist ja jetzt genug Impfstoff für alle da.

Impf-Action-Faktor fehlt

Im Impfzentrum Arena, Berlins größtem, wurden jedenfalls in acht Monaten rund 600.000 Menschen geimpft. So drängelig wie am Montag, als 100 Dosen in der fahrenden Ringbahn verimpft wurden, war es dort aber schon lange nicht mehr. Dabei hätten die vielen Impfwilligen, die teils empört vor verschlossener S-Bahn-Tür standen, ja einfach nur ein paar Schritte weitergehen brauchen: Die meisten Impfstationen liegen direkt an der Ringbahnstrecke. Aber da fehlte wohl der Impf-Action-Faktor.

Während in der Arena und im Erika-Heß-Eisstadion also seit Anfang September Schluss mit dem Impfen ist, bleiben die Zentren in der Messe und am Flughafen Tegel und Stationen auf Ikea-Parkplätzen in Lichtenberg und Tempelhof geöffnet, auch ohne Termin. Mit Termin kann man sich auch bei der BVG seine Dosis Biontech abholen.

Ob es ihm leid tue, dass die Zeit im Impfzentrum vorbei ist, frage ich noch einen der Impfärzte. Na klar, er habe sehr gern in der Arena gearbeitet (war für Ärz­t*in­nen ja auch gut bezahlt) und die Zusammenarbeit mit den Kol­le­g*in­nen sei toll gewesen. Letztere kamen in großer Zahl aus Kulturbereich und Veranstaltungstechnik – vielleicht auch ein Grund für die entspannte Stimmung.

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