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Immer weniger Asylanträge

12.350 Schutzgesuche im Januar – 37 Prozent weniger als 2024

Die Zahl der Asylgesuche in Deutschland geht weiter zurück. Wie das Bundesinnenministerium am Dienstag mitteilte, äußerten im Januar 12.350 Menschen bei der Einreise nach Deutschland die Bitte um Schutz. Das waren 37 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des vergangenen Jahres (19.611) und weniger als halb so viel wie im Januar vor zwei Jahren (25.380).

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) führt dies nach eigenen Worten auf die Kon­trollen an allen deutschen Grenzen und die von der Ampelregierung beschlossenen Gesetze für die schnellere Durchsetzung von Abschiebungen zurück. „Wo andere Sprüche klopfen und auf Symbolpolitik setzen, haben wir ganz konkret gehandelt“, sagte sie unter Anspielung auf die Debatte über eine Verschärfung der Asylpolitik in der vergangenen Woche im Bundestag. Seit im Herbst Kontrollen an allen Grenzen eingeführt wurden, seien 13.786 Personen unmittelbar an der Grenze oder im Zusammenhang mit dem illegalen Grenzübertritt zurückgewiesen oder zurückgeschoben, teilte das Innenministerium mit.

Als Asylgesuch wird in Deutschland gezählt, wenn Migranten bei der Einreise gegenüber der Polizei oder einer Behörde die Bitte um Asyl äußern. Sie ist nicht deckungsgleich mit der Zahl der Asylanträge, weil diese auch später gestellt werden können oder die betroffenen Personen in ein anderes Land weiterwandern.

Die Zahl der Asylanträge war im vergangenen Jahr um rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Für Januar 2025 liegt die Gesamtzahl der Asylanträge noch nicht vor. (epd)

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