: Im Süd-Sudan droht „Völkermord“
München (epd) — Die katholische Kirche im Sudan warnt vor einem drohenden „Völkermord“ in der südsudanesischen Stadt Juba, die von der SPLA-Guerilla belagert wird. Nach Darstellung der Bischöfe Paride Taban und Joseph Gasi sei „das Leben von 300.000 Menschen in Gefahr“. Nach Augenzeugenberichten hätten Regierungstruppen die Menschen aus ihren Häusern vertrieben, heißt es weiter. Menschen würden wahllos verhaftet, auf dem Wasser des Nil trieben leblose menschliche Körper. In einem Brief an UNO-Generalsekretär Butros Ghali forderten die Bischöfe: „Die Zeit ist gekommen, den verfolgten Schwarzen im Sudan ebenso zu helfen wie der muslimischen Minderheit in Bosnien-Herzegowina und den Schiiten im Süden des Irak.“
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