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Im Norden durch den Osten

Berlin (dpa) - Bonn und Ost-Berlin haben sich nach Informationen der 'Berliner Morgenpost‘ grundsätzlich auf die Nordtrasse für eine Schnellbahnverbindung Hannover Berlin geeinigt. Die Bundesregierung will die Verhandlungen mit der DDR noch in diesem Jahr abschließen. Die Strecke soll so modernisiert und zum Teil neu gebaut werden, daß auf ihr Schnellzüge mit Geschwindigkeiten von gut 200 Stundenkilometern fahren können.

Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums reagierte gestern mit einem halben Dementi auf den Bericht: Noch sei keine definitive Absprache mit der DDR getroffen. Die Verbindung soll von Berlin über Stendal zum Grenzübergang Oebisfelde geführt werden, auf der jetzt vor allem Güterzüge verkehren, dann nach Süden schwenken und über Braunschweig Hannover erreichen. Bonn habe sich für diese Strecke entschieden, weil die zur Zeit genutzte Verbindung über Magdeburg und Helmstedt einen kompletten Neubau der Gleisanlagen erfordert hätte. Die Stadt Braunschweig und Niedersachsen hatten sich dagegen in der Vergangenheit für die Südstrecke ausgesprochen. Dieser Südschwenk soll Zusatzkosten von 350 Millionen Mark verursachen. Das ganze Projekt wird auf rund drei Milliarden veranschlagt.

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