: Im Klischee-Fundus gegraben
■ betr.: „Wo hast du so gut Deutsch gelernt?“, taz vom 1.10.94
Ein CDU-Typ hat uns mal vor Jahren verkündet, daß die Pazifisten an Hitler Schuld seien (und somit an der Judenvergasung)! Und nun wird uns über ein weiteres Kapitel deutsche Geschichte das Augenlicht geöffnet: Der alternative Ausländerfreund ist der wahre Rassist (auch Schuld an den Morden und Brandanschlägen der letzten Jahre, ist dann ja wohl logo), in Gestalt von Altlinken, Sozialarbeitern und Lehrern verbreitet er seine Gesinnung, schlimm- schlimm! Wen ich dabei vermisse? Die alternative Ausländerfreundin, die in Gestalt von Altlinker, Sozialarbeiterin und Lehrerin ihr BdM- Sympathisantentum unters Volk wirft. Dann hätten wir von Dilek Zaptçioglu auch lesen können: „Aber wenn ihr Freund sich zu lange mit Ali unterhält, wird sie mißtrauisch.“ Das liest sich doch auch interessant, oder?
Es leben die alternativen taz- ArtikelschreiberInnen, ich weiß noch nicht genau, woran die nun Schuld sein mögen, aber da wird sich doch noch was Kerniges finden lassen. Nur tief genug im Klischee-Fundus graben, wenn einer/m nix besseres einfällt (Hauptsache: Die Kohle stimmt). Kurt S. Denkena, Bremen
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen