: Ich bin dann mal weg
Gott flieht vor extremen irdischen Belästigungen
Mit ihm kann man es ja machen. Gott hat im Moment eine wirklich schwere Zeit. In Washington sitzt eine goldige Nulpe, die sich für ihn hält und ständig Deep-Fake-Bilder von sich als Herrgott postet. Im Nahen Osten sind jede Menge Knasterbärte unterwegs, die glauben, sie würden in seinem Namen Krieg führen. Und dann kommt da auch noch diese deutsche Betschwester daher, die seit Jahren einen Sprung in der Schüssel hat und nun via Himmelsagentur epd verkündet: „Nina Hagen freut sich auf ‚ewiges Leben bei Gott‘ “. Na, schönen Dank, sagt sich Gott. Das Leben als weißbärtiger alter Mann ist schon schwer genug in diesen Zeiten, aber eine Ewigkeit mit einer kieksenden Punkröhre zusammen verbringen, dann lieber selbst entleiben. Was auch nicht geht, ist Gott doch offiziell längst tot, seit ihn ein Deutscher – immer diese Deutschen! – für tot erklärt hat. Aber mit dem Sonnenkönig und der Kreischkrähe am Hacken, das ist wahrlich nicht das Paradies. Am besten, Gott fängt noch mal ganz von vorn an – als kleiner Wanderprediger in Sandalen auf der Walz, der Wasser in Wein verwandelt. Hauptsache, weg ohne Schreck! Gott sei Dank!
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