: IWF plant Hilfe für bankrotte Länder
BERLIN taz ■ Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat einen Plan bekannt gegeben, wie hoch verschuldete Länder künftig besser vor dem Bankrott geschützt werden sollen. Der Fonds würde solchen Ländern einen Aufschub gewähren, einen Zeitraum, in dem sie keine Zinsen zahlen müssen. In dieser Zeit müsste das Land seine Schulden neu strukturieren – etwa durch einen Tausch kurzfristiger gegen längerfristigere Schuldpapiere. Gleichzeitig könnten Kapital- oder Wechselkurskontrollen verhindern, dass kurzfristige Anlagen abgehoben und ins Ausland gebracht werden. Vier der G-7-Länder unterstützen laut der BBC den Plan. Sollte er Wirklichkeit werden, hätte das für das verschuldete Land zwei Vorteile: Während der Umschuldungsphase würde es für die Gläubiger keinen Sinn machen, auf den Zusammenbruch zu spekulieren und das Land über Kapitalabzug weiter zu schwächen. Und die Regierung des verschuldeten Landes würde daran gehindert, Vetternwirtschaft mit befreundeten Gläubigern zu betreiben. KK
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen