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INTEGRATION - NEIN DANKE?

■ Eine Woche im Haus der Kulturen der Welt zu „Türkisches Leben in Deutschland“

Wenn sich heute abend um 18 Uhr im Haus der Kulturen der Welt der Vorhang öffnet, wird sich im Film von Jeanine Meerapfel Die Kümmeltürkin geht zeigen, welche Welten zu überbrücken sind, bevor sich so etwas wie eine multikulturelle Gemeinschaft überhaupt bilden kann. Die Schwierigkeiten, denen Melek, die Protagonistin dieses Dokumentarfilms, ausgesetzt ist, ergeben sich im ganz gewöhnlichen Alltag einer selbständigen türkischen Frau, die letztendlich an den täglichen Auseinandersetzungen scheitert, weil ihr Wille, sich hier zu integrieren durch die alltägliche Boshaftigkeit schließlich gebrochen wird.

So erscheint ihre Rückkehr gesellschaftlich vorprogrammiert, und auch die Freundschaften mit Deutschen ändern nichts daran. Es ist die latente Fremdenfeindlichkeit, von der Mekel erzählt, und der vergebliche Versuch, sie privat zu überwinden, weil bei jedem neuen Kontakt zwischen den Kulturen immer wieder Vorurteile abgebaut werden müssen und man sich vorkommt wie Sisyphos, der immer vergeblich einen Stein auf einen Berg zu rollen versucht und immer wieder scheitert.

Bei der deutsch-türkischen Woche werden außer dem oben erwähnten Filme wie In der Fremde von Sohrab Shahid Saless (Heute 20.30Uhr) und Sie dienen Allah und den Deutschen von Peter Heller (Mo 18Uhr) gezeigt. Geplant sind außerdem zwei Konzerte mit türkischer Kunstmusik (2.April) und Rock (6.April) mit türkischen Gruppen sowie eine Lesung mit Aras Ören und Zehra Cirak (5.April). Unter dem Titel „Kommunales Wahlrecht für ausländische Mitbürger?“ diskutieren am 5. April um 20Uhr Eckhardt Barthel (SPD), Heide Bischoff-Pflanz (AL), Klaus Finkelnburg (CDU), Constantin papageorgiou (FDP) und Hüsnü Özkanli (Türkische Gemeinde).

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