■ Hungerstreik: Asylbewerber klagen über Anlaufstelle
Oldenburg (AFP) – Die rund 40 seit vergangenem Montag hungerstreikenden Asylbewerber in der Zentralen Anlaufstelle für Flüchtlinge in Oldenburg (Niedersachsen) haben gestern erneut die engen Räumlichkeiten und die qualitativ schlechte Versorgung mit Nahrungsmitteln beklagt. Sie verlangen vor allem mehr Obst und Gemüse. Durch die Ernährung auf „niedrigstem Kantinenniveau“ erkrankten vor allem Kinder und Säuglinge. Außerdem seien in einem Raum zehn Menschen untergebracht. Vorrangig gilt der Protest aber der zu langen Verweildauer. Sie seien teilweise seit acht Monaten in der Zentralen Anlaufstelle, obwohl laut Gesetz eine maximale Dauer von drei Monaten festgelegt sei.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen