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Hungersnot in Somalia

■ Schwerste Dürre seit sieben Jahren

Berlin (taz) – Sieben Jahre nach der großen Hungersnot in Somalia, die 1992 schließlich zu massiven „humanitären“ Militäreinsätzen der USA und der UNO führte, steht das Land am Horn von Afrika wieder am Rande einer Katastrophe. 300.000 bis eine Million Menschen sind nach UN-Angaben im Süden des Landes, eigentlich die Kornkammer Somalias, von Dürre, Wassermangel und Ernteausfällen bedroht. Aus ihren verdorrten Gehöften fliehen sie zu Zehntausenden in die Städte. Hilfsorganisationen warnen, die Dürre sei bereits schlimmer als 1992 — lediglich die Intensität der Kämpfe zwischen rivalisierenden Milizen sei nicht mehr so groß wie damals, wodurch es weniger mittellose Kriegsflüchtlinge gebe.

Dennoch droht jetzt ein Massensterben, denn seit dem Scheitern der humanitären Interventionen in Somalia 1992-95 hat sich die Welt von dem Bürgerkriegsland abgewandt, und Hilfsorganisationen können nur unter großen Schwierigkeiten dort arbeiten. taz-Korrespondent Peter Böhm war im Hungergebiet um die Stadt Bardera unterwegs. Berichte Seite 11

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