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Hochtief trennt sich von Holzmann

■ Wunder des Wandels: Hochtief überträgt Holzmann-Anteile an belgische Gevaert-Gruppe und übernimmt dafür Anteile an ihnen

Frankfurt/Main (AP/dpa/rtr) Nach jahrlangen Verhandlungen hat der Essener Bauriese Hochtief endgültig die geplante Hochzeit mit dem Philipp-Holzmann-Konzern abgeblasen und sich von allen verbliebenen Anteilen getrennt. Neuer Großaktionär von Holzmann wird die belgische Gevaert- Gruppe, die nunmehr 24,6 Prozent der Aktien hält, wie die Deutsche Bank und Hochtief gestern mitteilten. Hochtief teilte gestern mit, es habe seinen 15-Prozent-Anteil an Holzmann der belgischen Gebema N.V. (Antwerpen) übertragen. Im Gegenzug habe Hochtief von der Gebema, die zur Gevaert-Gruppe gehört, Wandelschuldverschreibungen in entsprechendem Umfang übernommen.

Die Belgier übernahmen zum einen vollständig die 15-Prozent-Beteiligung von Hochtief an Holzmann. Zum anderen kauften sie weitere 9,9 Prozent an Holzmann der Deutschen Bank, von denen sie aber sofort nur 4,1 Prozent übernehmen. Die übrigen 5,8 Prozent unterliegen der Zustimmung des Bundeskartellamtes, da Gevaert damit über 25 Prozent an Holzmann halten würde.

Hochtief hatte ursprünglich eine enge Verflechtung mit Holzmann angestrebt, die aber vom Bundeskartellamt 1995 untersagt worden war. Das Kammergericht Berlin erlaubte Anfang 1998 jedoch den Zusammenschluß und hob das Verbot wieder auf, wogegen das Kartellamt Beschwerde einlegte. Hochtief hatte zunächst seinen Anteil an Holzmann von knapp 25 auf 35 Prozent aufstocken wollen, später sich aber auch mit 25,1 Prozent begnügen wollen. Die Aktie von Holzmann zog gestern an und stieg bis zu 13,50 Mark.

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