Hisbollah-Drohne in Israel: Made in Teheran
Die vor wenigen Tagen in Israel abgeschossene Drohne kam von der Hisbollah. Hergestellt worden ist das unbemannte Flugobjekt im Iran.
BEIRUT rtr | Die am Wochenende von Israel abgeschossene Drohne stammte von den Hisbollah. Der Generalsekretär der radikal-islamischen Gruppe, Sajed Hassan Nasrallah, bestätigte dies am Donnerstag. Das unbemannte Flugzeug sei im Iran hergestellt worden, sagte Nasrallah in einer Fernsehansprache.
Die Drohne war zuerst über dem Mittelmeer nahe des Gaza-Streifens entdeckt worden. Später wurde sie von einem israelischen Kampfflugzeug in der Nähe des besetzten Westjordanlandes abgeschossen und damit laut Nasrallah nah des Kernkraftwerks Dimona.
In der Region kämpften israelische Truppen 2006 einen Monat lang gegen die schiitische Hisbollah-Miliz, die vom Iran unterstützt wird. An der Grenze zwischen Israel und dem Libanon war es in jüngster Vergangenheit vergleichsweise ruhig.
Die Hisbollah erkennen Israel als Staat nicht an. Der stellvertretende Koordinator der iranischen Revolutionsgarden, Dschamaluddin Aberumand, hatte nach dem Drohnenabschuss gesagt, dass der Zwischenfall zeige, dass das israelische Raketenabwehrsystem „Eiserner Dom“ nicht ausreichend funktioniere.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 60 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert