: Hilfe für Mosambik läuft an
Kontingente aus Deutschland und USA treffen im Hochwassergebiet ein. Seuchen breiten sich aus
MAPUTO/BERLIN dpa/rtr ■ Die internationalen Hilfsmaßnahmen für die Hochwasseropfer in Mosambik sind ausgeweitet worden. Nach den Deutschen trafen gestern auch die Amerikaner mit einem Vorauskommando in der Hauptstadt Maputo ein. Sie werden ebenfalls von der Stadt Beira aus operieren. Auch die Amerikaner waren wegen ihres zögerlichen Einsatzes kritisiert worden. In den nächsten Tagen werden die USA mit dem größten ausländischen Kontingent in Mosambik vertreten sein. Meteorologen kündigten weitere Regenfälle an.
Aus Deutschland sind sieben Hubschrauber im Einsatz. Auf dem Hinflug ins Save-Tal transportieren sie Hilfsgüter, auf dem Rückweg Verletzte. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes versprach „zusätzliche Kapazitäten für die Trinkwasseraufbereitung“ für das Überschwemmungsgebiet, wo sich Seuchen wie Malaria, Ruhr und Cholera rapide verbreiten.
Unterdessen hat die Afrika-Beauftragte der Bundesregierung die Kritik von Medien und Hilfsorganisationen zurückgewiesen. „Wir haben das Gefühl, dass wir zu Unrecht Haue kriegen, denn wir waren nicht zu spät“, sagte Helga Gräfin Strachwitz gestern.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen