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Heroinstudie läuft an

Die Vorbereitung der wissenschaftlichen Studie zur kontrollierten Heroinabgabe an Abhängige ist jetzt angelaufen und ihre Finanzierung gesichert. Das teilte die Staatliche Pressestelle gestern mit. Das Bundesgesundheitsministerium habe Prof. Michael Krausz vom Hamburger Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg die hierfür notwendigen Mittel in Höhe von 1,6 Millionen Mark bewilligt.

Die auf drei Jahre angelegte Studie sieht zum einen die klinische Prüfung des heroinhaltigen Arzneimittels und zum anderen die Überprüfung der psychosozialen Betreuungsansätze im Zusammenhang mit der Arzneimitteltherapie vor. Das Programm richtet sich an Heroinabhängige, bei denen eine Therapie bisher nicht erforderlich war oder die durch das Drogenhilfesystem bisher nicht erreicht werden konnten. Geprüft werden soll außerdem, ob und inwiefern Patienten durch heroingestützte Behandlung gesundheitlich und sozial stabilisiert und zu weiterführenden Behandlungen motiviert werden können.

Im September vergangenen Jahres hatte die für das Modellprojekt gebildete Arbeitsgruppe, darunter das Bundesgesundheitsministerium sowie die beteiligten Ländern beschlossen, Prof. Krausz mit der Vorbereitung des Projektes zu beauftragen. lno