: Hellhörig und allergisch
■ betr.: "Abschiebung ins Niemandsland", taz vom 19.12.92
betr.: „Abschiebung ins Niemandsland“, taz vom 19.12.92
Scheinbar haben die EG wie auch die UN (und dadurch angeblich die ganze Welt) nichts Besseres zu tun, als darauf zu warten, daß Israel auf die offensichtlich freigegebenen terroristischen Angriffe der Palästinenser reagiert. Dieses Land, daß durch die Schuld von fast allen Völkern ständig wie Freiwild dastehen muß, hat genügend Probleme mit dem überall neu erwachten Rassenhaß gegenüber dem jüdischen Volk. Die Opfer haben sich nicht gut an die damaligen Verhältnisse, die durch die deutsche Führung über sie gebracht wurden, gewöhnen können. Diese Zeit war so prägend, daß die Kinder und Enkelkinder noch hellhörig und allergisch sind. Es ist unverschämt, nach solchen Zuständen (und wie kurz sind 50 Jahre!) zu erwarten, daß das soviel geplagte jüdische Volk sich erneut abschlachten läßt, um dadurch keine Empörung auszulösen. [...] Elisabeth Mühlhäußer, Marbach
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