: Hard Rock in Auschwitz
Oswiecim/Polen (ap) — Die israelische Hard-Rock-Band Duralex Sedlex hat am Sonntag abend ihr umstrittenes Konzert vor den Toren des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz gegeben. Etwa 150 Jugendliche applaudierten der Gruppe, zu deren Repertoire unter anderem ein Song namens „Zyklon B“ gehört. Nach den Worten von Leadsänger Uri Droomer soll dieses Lied ein Symbol für das Überleben des jüdischen Volkes darstellen und zugleich an den Holocaust erinnern. Überlebende des Vernichtungslagers hatten gegen das Rockkonzert scharfen Protest eingelegt. Ursprünglich hatte Duralex Sedlex direkt auf dem Lagergelände spielen wollen, wo sich heute das Auschwitz-Museum befindet. Die Gruppe erhielt jedoch nur die Genehmigung für einen Auftritt im einen Kilometer entfernten Internationalen Jugendzentrum.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen