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Handliches AKW für München?

München (taz) - Um „praktische und wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen“, so die Münchner Stadtwerke auf Anfrage der Grünen Stadtratsfraktion, beteiligte sich die Stadt München bereits seit 1963 mit 12,29 Prozent an der Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor (AVR). Damit hat München, ohne Wissen der Öffentlichkeit, die Entwicklung des kleinen Hochtemperaturreaktors (HTR) 100 mitgetragen. Die Standorte der „handlichen Atomreaktoren“ sollen vor allem Wohngebiete und Industrieansiedlungen sein. Die Grünen befürchten, da die bayerischen Isar-Amper-Werke bereits eine Sicherheitsstudie für den HTR 100 in Auftrag gegeben haben, daß die Werke für den Bau des Reaktors auch den passenden Standort im Auge haben. Bei Ismaning in der Nähe von München wurde nämlich schon ein Gelände für den Bau eines konventionellen Kraftwerks, das nirgends geplant wird, ausgewiesen. Zwar läuft die AVR-Beteiligung Münchens Anfang Januar nächsten Jahres aus, doch die Stadtwerke München sind zusammen mit fünf weiteren Städten, darunter auch Hannover, an der Hochttemperaturreaktorplanungsgesellschaft (HTP) beteiligt.

Die HTP wiederum hält die Sperrminorität von 25 Prozent bei der Hochtemperaturreaktorgesellschaft (HRG), die ansonsten hauptsächlich von den großen Stromversorgern wie PREHAG getragen wird. Die HTP soll, nachdem die AVR ihren Teil zur Entwicklung des Atomrektors geleistet hat, deren Genehmigungsfähigkeit durchboxen.

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