: Haiti: Mörder im Fernsehen
Port-au-Prince (ap) - Fünf Männer und eine Frau haben sich im haitianischen Fernsehen des Anschlags auf Gottesdienstbesucher in Port-au-Prince gerühmt, bei dem am Sonntag sechs Menschen getötet und 77 verletzt wurden. Die sechs Mörder traten in der Sendung am Montag unmaskiert auf und sagten, sie hätten vor allem den katholischen Pfarrer Jean-Bertrand Aristide umbringen wollen. Der regimefeindliche Pfarrer war unverletzt entkommen. Ein Sprecher der Sechs erklärte später im 'Radio Metropole‘: „Was Sie gestern gesehen haben, war Kinderkram. In jeder Gemeinde, die Vater Aristide akzeptiert, wird ein Haufen Leichen an der Messe teilnehmen.“
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen