■ Gurke des Tages: Pinocchio
Die Ärzte und Pfleger der Kinderstation einer neuseeländischen Klinik haben starke Bedenken gegen ein Wandbild angemeldet, das den berühmten Holzkerl Pinocchio aus Italien zeigt. Krankenhausmanager Rex Paddy teilte mit, Spieltherapeuten, Psychologen und Betreuer der Kinder-Herz- Station bemängelten, daß die Figur Pinocchios nicht mehr zeitgemäß sei. Anstatt die Phantasie der Kinder zu wecken und sie zu Eigeninitiative zu animieren, werde ein Pinocchio vorgeführt, der von einem Erwachsenen beherrscht werde. Und, besonders skandalös, wenn Pinocchio lügt, verlängert sich seine Nase. Das Wandbild in der Kinderstation soll jetzt schleunigst ersetzt werden, um Schaden von den Kindern abzuwenden.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen