: Gurke des Tages: Papagei erwürgt
Ein Ehepaar aus der britischen Universitätsstadt Oxford muß 900 Pfund Strafe zahlen, weil es den Papagei des Nachbarn erwürgt hat. Nachdem der Unternehmer Mark Leach und seine Frau Dolores drei Jahre lang von dem Tier gequält worden waren, rächten sie sich schließlich: Sie traten den Zaun zum Nachbargarten ein und drehten dem lärmenden Vogel den Hals um. Zu ihrer Verteidigung spielten sie dem Gericht ein Tonband mit Aufnahmen des Geschreis vor, das täglich beim Morgengrauen einsetzte und erst spät abends aufhörte. Das Tier brachte es immerhin auf 90 Dezibel. Obendrein hatte der Besitzer, Paddy Williams, seinem Papagei beigebracht, pausenlos den Vornamen des Unternehmers zu rufen. Dennoch hatte der Richter kein Einsehen: Neben der Geldstrafe und den Verfahrenskosten verurteilte er die Leachs dazu, ein Jahr lang den Frieden zu wahren. Ob das bedeutet, daß sie danach dem zweiten Williams-Papagei an den Kragen gehen dürfen, ließ das Gericht offen. RaSo
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen