piwik no script img

Gurke des Tages: Martin Harris

Die Gurke für die dümmste Ausrede des Tages geht an den Vizekanzler der Universität Manchester, Professor Martin Harris. Der 48jährige war wegen „kerb crawling“ angeklagt. So heißt in England das illegale „Rinnstein- Kriechen“ mit dem Auto, um eine Prostituierte aufzulesen. Harris behauptete, er habe lediglich eine Zeitung kaufen wollen und dann angehalten, um einen Blick auf den Stadtplan zu werfen. Wo mag er bloß seine Zeitung kaufen? Jedenfalls sprang sofort eine Frau ins Auto und befahl ihm loszufahren. „Da ich noch nie in einer entfernt ähnlichen Situation war, habe ich genau das getan“, sagte Harris. Kurz darauf wurde jedoch selbst ihm klar, daß da eine Prostituierte in seinem Auto saß. „Mir wurde schlagartig der potentielle Ernst meiner Lage bewußt“, sagte der Professor. Als er versuchte, das Mißverständnis aufzuklären, sei die Frau wütend geworden. Harris gelang es, sie mit einem 20-Pfund-Schein zu beruhigen. Wenige Minuten später wurde er von der Polizei verhaftet. Die Staatsanwaltschaft stellte jetzt das Verfahren gegen den selbstmordgefährdeten Gelehrten ein. RaSo

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen