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■ DokumentationGrüß Gott, „FAZ“

Erst die CDU mit ihrer Frauenquote, jetzt die FAZ mit authentischem Bewegungsjournalismus. Wir kriegen immer mehr Konkurrenz! „Grüß Gott, ihr kleinen Brandenburger“ überschreibt Hans D. Barbier seinen Wirtschaftskommentar in der FAZ von Dienstag. Es geht um den Vorschlag, „Wurfprämien“ für frische Babies auszuloben. Barbier ruft darin zu Protestformen auf, die die taz seit dem Volkszählungsboykott fast vergessen hat. Wir dokumentieren.

Es ist nicht fair, Familienministerin Claudia Nolte vorzuhalten, daß sie die brandenburgische Idee des Baby-Begrüßungsgeldes gleich nachplappert. Frau Nolte ist nicht wegen ihres Sachverstandes in das Kabinett Kohl geraten, sondern wegen des Zusammentreffens der drei Eigenschaften östlich, weiblich, jung. Man könnte also die Meinung vertreten, es sei egal, was sie sagt, weil es darauf nicht ankomme. Doch es muß Grenzen des Zumutbaren geben: Mit dem Baby- Begrüßungsgeld ist diese Grenze überschritten. Wenn das der Stil des Umgangs mit des Bürgers Steuerzahlungen wird, dann darf zur Steuerverweigerung aufgerufen werden.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen