Gründerinnen über ihr Putz-Start-up: „Sauberes Gefühl“

Putzen gilt für viele als äußerst unbeliebte Tätigkeit. Zwei Frauen haben einen Reinigungsservice gegründet, der ökologisch und sozial fair sein will.

Zwei junge Frauen, Luise Zaluski und Julia Seeliger, sitzen an einem Tisch. Auf dem Tisch stehen Reinigungsutensilien.

Halten Wasser für ein prima Putzmittel: Luise Zaluski und Julia Seeliger Foto: Stephanie Steinkopf

Im Geschäftsraum mit der Eingangstür aus Glas stehen weiße Konferenz­tische, es gibt Weintrauben, Studentenfutter und Apfelschorle. Neben einem der Tische steht ein Staubsauger, neben einem anderen ein Kinderwagen. Er gehört zu Luise Zaluski, einer der Gründerinnen von „Klara Grün“. Sie ist gerade zum zweiten Mal Mutter geworden und hat die sechs Wochen alte Tochter zum Gespräch in die Zentrale der Reinigungsfirma mitgebracht. Julia Seeliger, die zweite Gründerin, kümmert sich noch kurz um WLAN und Drucker, dann kann es losgehen.

taz am wochenende: Frau Seeliger, Frau Zaluski, Sie haben als Werberin und als Unternehmensberaterin gearbeitet. Warum wollten Sie Putzfrauen werden?

Luise Zaluski: Zunächst wollten wir nur ein ökofaires Start-up gründen. ­Julia und ich haben uns bei dem ­Kreuzberger Lebensmittelhändler Original Unverpackt kennengelernt, unsere Arbeit dort hat uns auf die Idee gebracht. An ein Reinigungsbusiness haben wir im ersten Schritt gar nicht gedacht.

Julia Seeliger: Unsere Reinigungskraft hat uns damals inspiriert. Wir ­hatten privat beide dieselbe, eine tolle Frau aus Marokko, die sich aber nicht anstellen lassen wollte, weil sie ihre marokkanische Familie mit dem Einkommen aus der Schwarzarbeit unterstützte.

Luise Zaluski: Für Privathaushalte ist es immer noch schwierig, Leute zu finden, die legal und unter möglichst fairen ­Arbeitsbedingungen sauber machen. Das brachte uns auf die Idee, selbst einen ökologischen und fairen Reinigungsservice anzubieten. Wir haben schnell angefangen, ein Konzept zu erarbeiten. Wie sich das gehört, saßen wir zum Brainstormen in einer Neuköllner Küche bei Kaffee und Hafermilch.

Und wann traf die schöne Start-up-Welt dann auf den schmutzigen Alltag?

Julia Seeliger: Die Konzeptarbeit fiel uns relativ leicht. Wir haben sogar noch am Businessplan Wettbewerb ­Berlin-Brandenburg teilgenommen. Trotzdem waren wir bald an einem Punkt, an dem wir nicht mehr weiterkamen.

Luise Zaluski: Ein Freund der Unternehmensberatung TheDive spendierte uns eine Mentoring-Stunde und meinte: Jetzt müsst Ihr rausgehen und selbst putzen, um zu merken, worauf es ankommt. Da gab es schon ­diesen Moment, wo wir uns in die Augen geschaut und uns gefragt haben: Echt jetzt, wollen wir das? Ökofaire Konzepte sind ja schön und gut, aber da wurde uns plötzlich bewusst, dass wir auch alle ­gesellschaftlichen Vorurteile über Putzfrauen in uns getragen haben.

Die da wären: Arme Leute, die derart in Not sind, dass sie putzen gehen müssen?

Julia Seeliger: Vordergründig behandelt man Reinigungskräfte wie rohe Eier. Nach dem Motto: Diesen Menschen geht es so schlecht, die muss man beschäftigen, um ihnen was Gutes zu tun. Eigentlich ist das eine ziemlich herablassende Sichtweise, die am Ende immer dazu führen wird, dass Reinigung nicht als normale Dienstleistung gesehen wird und sich die Beschäftigten in der Branche in einer bedürftigen Rolle sehen.

Die Gründerinnen

Luise Zaluski, 33, hat einen Master in Responsible Management und war in der Unternehmensberatung tätig. Julia Seeliger, 36, ist Kommunika­tionsstrategin und hat in verschiedenen Agenturen gearbeitet.

Die Firma

Anfang 2019 haben Seeliger und Zaluski den ersten ökofairen Reinigungsservice in Berlin gegründet. Aktuell haben sie 30 Mitarbeiter*innen und über 60 Kund*innen.

Klara Grün ist ein Kunstname und steht für saubere, ökologische Reinigung sowie für weibliche Führung. Zu finden auf: www.klara-gruen.de

Wie haben Sie persönlich diese ­Vorurteile überwunden?

Luise Zaluski: Ich hatte damals zufällig das Buch „Frühjahrsputz“ unserer späteren Lehrmeisterin Linda Thomas entdeckt, das mir sehr geholfen hat. Sie hatte von 1980 bis 2000 eine ökologische Reinigungsfirma in der Schweiz. Mit dem Putzen hatte sie begonnen, weil sie Geld brauchte, um ihre Kinder auf eine private Waldorfschule zu schicken. Dabei hat sie sich, ähnlich wie wir, die Frage gestellt: Wie kann ich das Putzen lieben lernen? Das ist ja – wenn man wie sie nachts in der Schule über einem verdreckten Klo hängt – erst mal nichts Schönes.

Erst mal?

Luise Zaluski: Es kommt auf die Perspektive und die Wahrnehmung an. Linda Thomas hat über Jahre hinweg ein Konzept der Raumpflege entwickelt. Im Kern geht es ihr darum, Putzen wieder als Handwerk zu verstehen, bei dem man mit Werkzeugen und Technik arbeitet und nicht einfach drauflosschrubbt.

Julia Seeliger: Früher wurde in der Reinigung viel mehr mit den Händen gearbeitet, heute soll das alles das ­Putzmittel erledigen. Einmal großflächig sprühen, und 20 Minuten später riecht alles nach künstlichen Duftnoten wie „Bergfrühling“. Es geht nur noch um Convenience [„Bequemlichkeit“; d. Red.].

Alle wollen es möglichst bequem, der berühmte eine Wisch aus der Werbung, mit dem alles weg sein soll.

Julia Seeliger: Leider verschweigt Meister Proper, wie und mit welchen gesundheitlichen Folgen das einhergehen kann. Wir wollen aber, dass unsere Arbeit nachhaltig ist, dass man stolz auf sie sein kann. Darin unterscheiden wir uns von anderen Firmen und Plattformen, wo es hauptsächlich um Lohndumping geht. Wir wollen unsere Angestellten fair und ordentlich bezahlen, sodass sie am Ende gut davon leben können.

Sie zahlen Mindestlohn?

Julia Seeliger: Wir sind der Meinung, dass man auch vom Mindestlohn nicht gut leben kann. Daher gibt es bei uns ein dreistufiges Lohnsystem. Wer ­länger bei uns arbeitet, kann bis maximal 12,50 Euro pro Stunde verdienen. Unser Ziel ist es, diesen Satz auf 13,94 Euro zu erhöhen. Das entspricht dem Tarif­lohn des öffentlichen ­Dienstes bei drei ­Jahren Berufserfahrung. Den bekommt nur keine Reinigungskraft, weil alle öffentlichen Einrichtungen in Berlin die Reinigung outgesourct haben. Fast überall wird für den Mindestlohn geschrubbt. Dabei könnte ein ordentliches Gehalt die Wertschätzung des Berufes erhöhen. Um dessen Image ist es ja nach wie vor nicht gut bestellt. Wie auch? Putzleute sind unsichtbare Arbeitskräfte. Der Chef macht die Objektbegehung und den Vertrag, das Personal bekommt man nicht zu Gesicht.

Hat das nicht auch praktische Gründe? Sie reinigen ungestörter, wenn niemand zu Hause oder im Büro ist?

Julia Seeliger: Ist das nicht nur vorgeschoben? Ich versuche, bei unseren Kund*innen die Reinigungszeiten so zu legen, dass sich die erste oder letzte halbe Stunde mit der Anwesenheit der Angestellten der Firma oder der Pri­vatleute überschneidet. Unsere Dienst­leistung soll eben nicht versteckt stattfinden. Neulich, bei unserem neuen Kunden nebenan.de, hat der Chef während eines Onlinemeetings mit 150 Leuten unseren Mitarbeiter Ignacio vorgestellt. Das war ein toller Klara-Grün-Moment. Wir wollen mit den Kund*innen ­kommunizieren. Daher sprechen auch alle Mitarbeiter*innen Deutsch oder Englisch. Das ist eines unserer Einstellungskriterien.

Luise Zaluski: Viele haben Hemmungen im Umgang mit Reinigungskräften. Wenn mich auf Partys hippe Leute fragen, was ich beruflich so mache, dann mache ich mir manchmal den Joke und antworte: „Ich gehe putzen.“ Oder: „Ich habe ein Reinigungsunternehmen.“ Häufig endet damit das Gespräch.

Zu uncool?

Luise Zaluski: Offensichtlich können die Leute damit nichts anfangen. Die Reaktion meiner Eltern auf die Gründung von Klara Grün war auch verhalten. Bis heute möchte meine Mutter nicht, dass ich bei ihr putze. Akzeptabler ist es, dass ich Geschäftsführerin bin.

Julia Seeliger: Das ist interessant. Ich habe mich auch lange als Gründerin und nicht als Reinigungskraft wahr­genommen, bis es diesen einen ­Moment bei unserem ersten Kunden gab: Ich stand im Café, mit dem Staubsauger in der Hand, als ein ehemaliger ­Kollege aus einer Agentur hereinkam. Wir haben nicht miteinander ge­sprochen, aber die Situation war offensichtlich: Ich bin hier die Putzfrau. In diesem Moment habe ich mich klein gefühlt. Mittlerweile passiert das nicht mehr.

Was hat sich verändert?

Julia Seeliger: Ich glaube, wir sind beide in die Rolle hineingewachsen und sind selbst überzeugter von dem, was wir machen. Wir strahlen ein ganz anderes Selbstbewusstsein aus. Luise ist sogar schon eine Instaqueen.

Instaqueen?

Julia Seeliger: Sie mausert sich zu ­einer Putzfluenzerin.

Luise Zaluski: Nun ja, ich muss meine Zeit im Mutterschutz ja sinnvoll nutzen. Aber im Ernst: Der Corona-Lockdown fiel ziemlich genau mit ­meinem ­Mutterschutz zusammen. Trotzdem wollte ich für Klara Grün ­etwas bei­tragen. Da habe ich auf ­Instagram Putz-Tutorials veröf­fentlicht, wie man einen Backofen oder eine Toilette ­sauber macht. Wider Erwarten wurde das total krass angenommen.

Wo wir gerade dabei sind: Ich weiß bis heute nicht, wie man einen ­Backofen richtig sauber macht.

Luise Zaluski: Der sieht bei unseren Kunden auch oft am schlimmsten aus. Wenn jemand bei einer Objektbegehung sagt, macht bitte auch den Backofen, dann können wir locker eineinhalb Stunden mehr für die Intensiv­reinigung einplanen.

Sie verzichten auf Chemikalien. Wie reinigt man den Ofen ohne diese giftigen Schaumsprays?

Luise Zaluski: Das geht! Verrückt, oder? Mit klassischen Hausmitteln wie Soda zum Beispiel. Das ist ein prima Fettlöser. Aber auch mit Wasser und dem richtigen Equipment wie einem Glasschaber oder Edelstahlschwamm bekommt man erstaunlich viele Verkrustungen weg.

Dieser Text stammt aus der taz am wochenende. Immer ab Samstag am Kiosk, im eKiosk oder gleich im Wochenendabo. Und bei Facebook und Twitter.

Was sind die größten Putzfehler – außer dass es am Ende nicht sauber ist?

Julia Seeliger: Edelstahl auf empfindlichen Oberflächen anwenden. Oder Säuren auf Naturstein.

Luise Zaluski: Wir hatten aber noch kein Säureproblem, weil unsere Putzmittel gering konzentriert sind. Oft reicht übrigens Wasser zum Putzen völlig aus. Die Produkte geben einem aber ein gutes, sauberes Gefühl. Und es riecht angenehm.

Kommen die Kund*innen eher aus ökologischen oder aus eher aus so­zialen ­Gründen zu Ihnen?

Julia Seeliger: Die Gründe sind vielschichtig. Eigentlich sind wir die Konsequenz aus einer Schieflage am Markt. Vordergründig wollen die Leute das ­Gefühl haben, dass es den Menschen gut geht, denen sie ihren Schlüssel in die Hand geben. Darunter liegen aber andere Motivationen: Ich möchte keine Angst haben müssen, ausgeraubt zu werden, oder ich möchte niemanden bemitleiden müssen. Viele Menschen haben schlechte Erfahrungen gemacht. Manche kommen auch schlicht wegen des Qualitätsgedankens. Ihnen ist es wichtig, dass unsere Reinigungskräfte pünktlich sind und das Klo wirklich sauber wird.

Dafür zahlen sie dann auch gerne mehr als auf dem Schwarzmarkt?

Julia Seeliger: Offensichtlich ja. Im Privatkundenbereich liegen wir mit dem Preis über dem Marktdurchschnitt, auch nach Abzug der Steuervergünstigungen.

Luise Zaluski: Der Marktdurchschnitt liegt in Berlin bei 10 Euro schwarz.

Julia Seeliger: Das allein zeigt schon, wie viel im Markt falsch läuft.

Das muss für Arbeitnehmer*innen umgekehrt sehr attraktiv sein.

Support your local ökofaire Raumpflege Foto: Stephanie Steinkopf

Luise Zaluski: Ja, und unser Team ist wirklich sehr divers: Alleinerziehende, Rentner*innen, Studierende, ehemalige Agenturleute und Ge­flüchtete. Diese Diversität ist grundsätzlich eine große Bereicherung, auch innerhalb des Teams. Es hat sich schnell verselbstständigt, dass die Leute gegenseitig voneinander lernen. Bei manchen mussten wir mit unserem Ansatz, den Leuten mehr Verantwortung zu übertragen, aber auch behutsamer vorgehen. Sie hatten die Gesetze der hierarchischen Branche sehr stark verinnerlicht und konnten sich nicht so schnell umstellen. Das war auch ein frühes Learning von uns.

Wie hat es mit Geflüchteten geklappt?

Luise Zaluski: Gut. Wir hatten einen geflüchteten Mitarbeiter, der weder Deutsch noch Englisch sprach. Das war in der Tat am Anfang sehr ­schwierig, da er auch gleich unseren damals größten Kunden übernommen hatte. Über ­einen Facebook-Post hatten wir mit Glück eine Übersetzerin gefunden, und wir haben bei der Woh­nungssuche geholfen. Wir mussten aber auch lernen, dass diese Hilfe ihre Grenzen haben muss.

Grenzen zwischen Business und Engagement?

Luise Zaluski: Wir mussten lernen zu trennen: Wir sind Geschäftsführe­rinnen und Privatpersonen. Als Geschäftsführerinnen muss unser En­gagement vorrangig unserem Geschäft dienen. Würden wir uns in sozialem Engage­ment verlieren, bekämen wir das Geschäft nicht auf zwei Beine. Die Balance zu finden ist ein intensiver ­Prozess.

Julia Seeliger: Wir verstehen uns nicht als Sozialunternehmen. Das mag nach Wortspielerei klingen, aber wir­ ­stehen für nachhaltiges Unter­nehmertum und nicht für Spenden oder den Willen, etwas Gutes zu tun. Wir haben hohe Rekrutierungs­standards. Momentan wachsen wir wieder.

Hat das Wachstum mit der Coronapandemie zu tun?

Julia Seeliger: Nein. Corona war ­zunächst von großer Tragweite für uns. Anfang März waren wir zur inter­na­tionalen Handwerksmesse in München eingeladen, inklusive Stand auf der Sonderfläche „Land des Handwerks“ für besonders innovative Betriebe. Dort sollten wir die Bundeskanzlerin Angela Merkel mitsamt Pressedelegation treffen und unser Konzept vorstellen. Aber die Messe wurde als eine der ersten abgesagt.

Luise Zaluski: Wir hatten starke Umsatzrückgänge. Unsere Büro­kun­d*innen haben die Arbeit ins Home­office verlegt, Cafés waren geschlossen. Leider bedienen wir bisher keine Krankenhäuser oder andere systemrelevante Einrichtungen.

Julia Seeliger: Mit vielen Kun­d*in­nen haben wir individuelle Verein­barungen getroffen. Uns ist ja auch nicht daran gelegen, sie in den Ruin zu treiben. Manche haben sogar weiterbezahlt, obwohl sie auf unseren ­Service verzichtet haben. Nichts­destotrotz waren wir im März bei weniger als 50 ­Prozent Umsatz, und wir sind bis jetzt nicht zurück auf 100 Prozent. Bei uns sind der größte Posten die Gehälter für das fest angestellte Personal. Die Gehälter werden unabhängig vom Umsatz bezahlt.

Gibt es aufseiten der Kund*innen infolge der Coronapandemie nicht eine größere Bereitschaft, mehr Geld für Hygiene auszugeben?

Julia Seeliger: Das Thema Hygiene hat auf jeden Fall an Bedeutung gewonnen. Vor Corona war den Leuten immer wichtig, dass man möglichst nicht merkt, dass Reinigungskräfte da waren. Jetzt wollen alle das Gefühl ­haben, dass jemand da war, der besonders ­umsichtig sauber gemacht hat. Rei­nigung rückt tärker ins Licht, aber nicht wegen der Arbeitsbedingungen in der Branche, sondern aus Sicherheitsgründen und für das eigene Wohlbefinden.

Kein Balkonklatschen für Putzfrauen?

Julia Seeliger: Ach, wenn sich die Nachfrage aus Sicherheitsgründen hält, ist das auch super. An den Bedingungen in der Branche wird sich auch durch Corona nichts ändern. Für Reinigungskräfte gibt es keine Lobby. Die großen Firmen lehnen aus Wettbewerbsgründen Lohnerhöhungen ab. Was soll da passieren? Aber für uns als Unternehmen wird es immer einen Markt geben, denn Leute empfehlen uns weiter, weil sie sehen, dass es einen Unterschied macht, auch in der Qualität. Ich glaube, das bewirkt mehr als die Corona­pandemie, weil es positiv besetzt ist und nicht mit Angst.

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