: Grauenhaftes Masthähnchensterben
■ Plötzlicher Herztod in den Oldenburger Käfigbatterien durch übergroße Hitze
Zehntausenden Masthähnchen hat das feucht-heiße Wetter des vergangenen Wochenendes nach Schätzungen allein in Niedersachsen vorzeitig den Garaus gemacht. Sie wurden bei extremen Hitze- und Feuchtigkeitsgraden bereits in den Käfigen „gegrillt“. Das bestätigte das Veterinäramt des Landkreises Oldenburg am Donnerstag. Nach einer ersten Bilanz tat in einzelnen Ställen mehr als jedes zehnte Tier seinen letzten Gacks. Die „normale Sterblichkeitsrate“ liege bei etwa drei Prozent. Als Todesursache wird Herz- und Kreislaufversagen angenommen. Bei Außentemperaturen von zeitweise 35 Grad Celsius waren die Kühl- Ventilatoren am Ende. Unter den Dächern der Käfigbatterien stiegen die Temperaturen auf bis zu 38 Grad. Da japsten nicht nur Hunderte von Feuerwehrleuten bei dem Versuch, die Stalldächer mit Wasser aus der Spritze zu kühlen. Wahrscheinlich, so Kreisveterinär Henning Dunkhase, habe die Kombination aus Eigenwärme und Stallhitze den tödlichen Schock ausgelöst. Mit stärkeren Ventilatoren läßt sich das Problem nach Ansicht von Dunkhase nicht lösen. Zu viel Wind im Stall schade der Gesundheit der Tiere ebenso wie extreme Temperaturen. Es bestehe die Gefahr tödlicher Erkältungen. dpa
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