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Giftkonzentration im Fluss verdünntZyanid-Lauge erreicht das Donau-Delta

Kiew (dpa) – Die stark verdünnten Giftabwässer in der Donau haben das ukrainisch-rumänische Flussdelta vor der Mündung in das Schwarze Meer erreicht. In dem ökologisch einzigartigen Naturschutzgebiet sei die Zyanid-Konzentration auf 0,02 Milligramm pro Liter angestiegen, teilte das Ministerium für Katastrophenschutz gestern in Kiew mit. In der Ukraine ist ein Höchstwert von 0,05 Milligramm pro Liter erlaubt.

Auch gestern seien zunächst keine toten Fische oder Vögel auf der ukrainischen Seite entdeckt worden. Vor einer Woche soll die Konzentration des aus einem rumänischen Bergwerk stammenden Giftes im Donauzufluss Theiß noch um das Hundertfache (zwei Milligramm pro Liter) höher gewesen sein. Das Verbot zur Wasserentnahme aus der Donau wurde bis zum 9. März verlängert. Ukrainische Experten sind sich allerdings sicher, dass das Gift keine Folgeschäden im Donaudelta verursachen werde. Die Giftlauge war im nordwestrumänischen Baia Mare aus dem geborstenen Abwasserbecken eines Goldbergwerks ausgelaufen und hatte die Flüsse Somes, Theiß und Donau verseucht.

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