Gespräch mit Asal Dardan: Betrachtungen einer Barbarin

Ein Gespräch mit Asal Dardan über ihr Buch, Zugehörigkeit, Exil – und ihren Freund Helmut.

Für Asal Dardan bedeutet Zusammenleben, Differenz anzunehmen Foto: Sarah Berger

Als Kind hört Asal Dardan die Musik der iranischen Sängerin Googoosh und steht gedanklich auf den wuseligen Straßen Teherans. Dort sieht sie Menschen, die aussehen wie sie. Neben ihr stehen Männer, die Orangen schälen und Frauen, die Petersilienblätter zupfen. Sie gehört dazu.

Doch dieses Teheran kennt sie nur von den Videokassetten anderer Exil-Iraner:innen. Dardan selbst wächst in einer Kölner Hochhaussiedlung auf, nachdem sie als Einjährige mit ihrer Familie vor der Iranischen Revolution geflohen war.

Wann: Do., 10.06.2021, 19 Uhr

Wo: youtu.be/n2hTmT-p9rg

Kontakt: taztalk@taz.de

Ab wann gehört man „dazu“?

In „Betrachtungen einer Barbarin“ verknüpft sie diese persönlichen Erfahrungen von Exil, Zugehörigkeit und Fremdsein mit Überlegungen zur Gesellschaft. Sie schreibt über die Flucht aus dem Iran, ihre Zeit in den USA, den NSU, aber auch den Witwer Helmut.

Ab wann gehört man „dazu“? Und will man das überhaupt? Wie konstituieren Gesellschaften das Fremde? Und wer sind die Barbar*innen? Über all das sprechen wir mit Asal Dardan im taz Talk.

Asal Dardan, geboren 1978 in Teheran, wuchs in Köln, Bonn und Aberdeen auf. Sie studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Nahoststudien in Lund. Als freie Autorin schreibt sie u.a. für Zeit Online, die FAZ und die Berliner Zeitung. Für ihren Text „Neue Jahre" wurde sie mit dem Caroline-Schlegel-Preis für Essayistik ausgezeichnet. Nach Jahren auf Öland in Schweden lebt Asal Dardan heute mit ihrer Familie in Berlin. Ihr Buch „Betrachtungen einer Barbarin“ ist im Hoffmann und Campe Verlag erschienen.

Es moderiert Autor und taz-lab-Redakteur Vincent Bruckmann.

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