Generalstreik arabischer Israelis: Tödlicher Polizeieinsatz
Die Araber in Israel haben zum Generalstreik aufgerufen. Auslöser waren Unruhen in der Beduinen-Stadt Rahat. Dort wurden zwei Araber getötet.
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JERUSALEM afp | In Israel haben führende Vertreter der rund 1,7 Millionen arabischen Staatsbürger für Dienstag einen landesweiten Generalstreik ausgerufen. Der Protest richtet sich gegen Einsätze der Polizei, bei denen in den vergangenen Tagen zwei Beduinen getötet wurden.
Der frühere Parlamentsabgeordnete Taleb al-Sana, Vorsitzender des Dachverbands aller arabisch-israelischen Gruppierungen, erklärte, alle Schulen und Geschäfte in den arabischen Gemeinden und Stadtteilen würden den ganzen Tag über geschlossen.
Der Ausstand betraf vor allem Galiläa im Norden und die Negevwüste im Süden des Landes, die beiden Hauptsiedlungsgebiete der arabischen Minderheit. Die Proteste begannen, nachdem in der vergangenen Woche ein junger Beduine während einer Drogenrazzia der Polizei in Rahat erschossen wurde.
Rahat ist eine für Beduinen errichtete Neustadt in der Negevwüste mit fast 60.000 Einwohnern. Die Polizei erklärte, es werde noch ermittelt, ob der tödliche Schuss von der Polizei oder von Anwohnern abgegeben wurde.
Am Sonntag kam es nach der Beerdigung des Toten zu gewalttätigen Protesten. Ein 47-Jähriger starb an Herzversagen, nachdem er von der Polizei eingesetztes Tränengas eingeatmet hatte.
Nach der Beerdigung des zweiten Toten entbrannten am Montagabend erneut Straßenschlachten zwischen Polizei und Demonstranten aus. Fünf Steinwerfer seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit.
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