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■ Geheimdokumente veröffentlichtUSA testeten Atombombeneinsatz im Tiefbau

Washington (AP) – Die USA haben in den 60er Jahren mehr als zwei Dutzend Atombomben gezündet, um ihren Einsatz für den Bau von Häfen, Tunneln oder Kanälen zu untersuchen. Bei dem schwersten Atomtest des „Pflugschar-Projekts“ wurde am 6. Juli 1962 ein Sprengsatz von der sechsfachen Stärke der Hiroschima-Bombe zur Explosion gebracht, wie jetzt freigegebene Geheimdokumente der US-Regierung enthüllen.

Die 104-Kilotonnen-Bombe bewegte zwölf Millionen Tonnen Erde und hinterließ einen 96 Meter tiefen Krater. Insgesamt wurden 27 Tests zwischen 1961 und 1973 für wirtschaftliche Zwecke ausgeführt. Die meisten Sprengsätze wurden in der Wüste Nevada unterirdisch gezündet. Das Energieministerium erklärte, obwohl das Programm in technischer Hinsicht erfolgreich gewesen sei, habe es die Regierung danach nicht mehr weiterverfolgt, weil Strahlenversuche an Schweinen oder anderen Tieren in den Testgebieten heute nicht mehr gebilligt werden könnten.