: Gegen Grünen Punkt
■ Grüne fordern neue Verpackungsverordnung
Eine neue Verpackungverordnung hat die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im niedersächsichen Landtag, Marion Schole, gefordert. Das Duale System sei gescheitert, begründete die Politikerin am Donnerstag. Oberstes Ziel der neuen Verordnung müsse die Müllvermeidung sein. Voraussetzung dafür sei die konsequente Einführung von Mehrwegverpackungen. Bei Getränken müßten Einwegverpackungen grundsätzlich verboten werden.
Die Landesregierung solle außerdem die Freistellung für die Rücknahmepflicht von Kunststoffverpackungen mit dem Grünen Punkt aufheben. Nur wenn der Handel und die Hersteller den Entsorgungsdruck und die Wut der Bevölkerung spürten, würde sich an der unnötigen Müllschwemme etwas ändern, meinte Schole. Das Duale System forderte sie auf, die Verwertungsbilanz von Glas und Altpapier offenzulegen.
Bereits gestern hatte der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Jüttner, das Duale Systewm kritisiert. dpa
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 60 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen