Galerie Isabella Czarnowska: Drei große Gemälde: Flutende Farben von Markus Döbeli
Drei große Gemälde von Markus Döbeli sind zurzeit bei Isabella Czarnowska zu sehen. Döbelis Leinwände sind nicht fotogen. Dafür sind sie, steht man vor ihnen, ein Ereignis. Döbelis Farbauftrag, der in der direkten Konfrontation sehr genau unterschieden werden kann, muss im Foto entweder als zu wenig differenzierte oder auch viel zu stark strukturierte Flächigkeit erscheinen. Denn seine Farbe verdampft geradezu auf der Leinwand. Oder sie erstarrt auf ihr. Wenn sie sich nicht einfach über sie ergießt. Wie der Kurator Ory Dessau im Text zur Ausstellung erklärt, wird die Farbe von Döbeli „geschüttet oder gestrichen, sie verweht auf der Leinwand oder flutet sie, was zu jeweils ganz eigenen strukturellen topografischen Effekten führt“. So rinnt die Farbe bei dem mächtigen, etwas über drei mal drei Meter großen Bild im ersten Raum sehr körperlich die Leinwand herunter und legt einen Saum aus dünner Seidenfäden auf sie, während sie gleichzeitig ganz dünn und zart über dem Malgrund zu schweben scheint. Raffiniert, reizvoll, widersprüchlich wie das zusammengeht. WBG
Di.–Fr., 11–18, Sa. 11–16 Uhr, Rudi-Dutschke-Straße 26
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