piwik no script img

GUS-Treffen ohne Ergebnisse

Moskau (dpa) — Auf dem Treffen der elf Republiken der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) in Moskau sind am Wochenende wichtige Fragen der Wirtschafts- und Verteidigungspolitik nicht gelöst worden. Hochrangige Vertreter der Mitgliedsländer trafen wärend der siebenstündigen Beratungen allerdings Vereinbarungen in den Bereichen Energie, Umwelt und auf dem Transportsektor. Die Ukraine, deren Delegation ohne Handlungsvollmacht in die russische Hauptstadt gekommen war, unterzeichnete keines der Abkommen. Wie der stellvertretende russische Ministerpräsident Gennadi Burbulis mitteilte, blieb ungelöst, wie der zentrale Erwerb von Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs von den vom Ausland gewährten Krediten gestaltet werden soll. Ebenso, wie diese Produkte innerhalb der GUS verteilt werden sollen und nach welchen Kriterien die Rentabilität der einzelnen Betriebe der Gemeinschaftsstaaten zukünftig definiert wird. Nach langer Debatte sei man zu dem Schluß gekommen, daß auf diesen Feldern „weitere Arbeit“ notwendig sei. Ohne Klärung blieb auch die Frage nach der Finanzierung der GUS-Streitkräfte. Burbulis kündigte an, die Verteidigungsminister der GUS würden sich in der kommenden Woche zusammensetzen, um über „das Konzept der Streitkräfte der Gemeinschaft“ zu beraten. Im Anschluß daran würden sich die GUS- Finanzminister Gedanken über die Finanzierung machen. Inzwischen werde Rußland weiterhin die Kosten für das GUS-Militär tragen.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen