piwik no script img

GUINEAS POLIZEI UND ARMEE ERSCHIESSEN 30 DEMONSTRANTEN

Die gewaltsame Niederschlagung der landesweiten Massenproteste in Guinea am Montag hat nach neuesten Bilanzen 30 Tote und 150 Verletzte gefordert. 25 Tote gab es allein in der Hauptstadt Conakry, wo laut Augenzeugen Polizei und Armee scharf auf die Demonstranten schossen. Vier der Toten sind Kinder. Der seit 10. Januar währende Generalstreik ging gestern weiter. Conakrys Stadtzentrum war von Sicherheitskräften abgeriegelt. Die vier wichtigsten Gewerkschaftsführer Guineas wurden am Montagabend für mehrere Stunden von der Präsidialgarde verschleppt und verprügelt, bevor sie mitten in der Nacht wieder freikamen. Einer von ihnen, Ibrahima Fofana, habe ein Auge verloren, meldete gestern die Website „Guineenews“. Ärzte in Conakrys Donka-Krankenhaus berichteten, ihnen würden angesichts des Ansturms von Menschen mit Schusswunden die Medikamente ausgehen. Notoperationen würden ohne Narkose auf Fluren durchgeführt. D.J.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen