piwik no script img

GAL-Antrag klopft alle Fraktionen windelweich

Die Hamburger Bürgerschaft konnte sich gestern noch nicht auf Anhieb dazu entschließen, der Baumwollwindel zu einer Renaissance zu verhelfen. Ein Antrag der GAL-Fraktion, in einem Pilotprojekt am Allgemeinen Krankenhaus in Barmbek die Einmalwindeln durch waschbare Baumwollwindeln zu ersetzen und damit Rohstoffe zu sparen und Müll zu vermeiden, wurde von allen vier Fraktionen in den Gesundheitsausschuß überwiesen. Die ökologischen Vorteile der Baumwollwindel hielten SPD und FDP noch nicht für bewiesen.

In Hamburg machten Windeln rund 2,6 Prozent des Hausmülls aus, sagte der Grünen-Abgeordnete Holger Matthews. Matthews, als Vater von zwei Kindern Experte, hatte den Abgeordneten zur Illustration seines Anliegens zwei Demonstrationsobjekte mitgebracht. Bei der Produktion von Wegwerfwindeln für 1000 Kinder würden in der Wickelzeit von 27 Monaten rund 245 Tonnen Zellstoff und 30 Millionen Liter Wasser verbraucht. Eltern und Säuglingsschwestern sollten auf keinen Fall mehr belastet werden, die Windeln könnten durch Windeldienste gewaschen werden. dpa

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen