: Freiheit für Leitungen
■ Telefonmonopole werden aufgelöst
Luxemburg (dpa) – Die bisher fast ausschließlich staatlichen Monopolen vorbehaltenen Fernsprechdienste in der EG sollen bis Januar 1998 dem Wettbewerb geöffnet werden. Dies beschlossen am Mittwoch abend die europäischen Postminister auf einen Vorschlag der EG-Kommission hin. Griechenland, Irland, Spanien und Portugal befürchten, von neuer Konkurrenz von außen überrannt zu werden und erhalten deshalb längere Übergangsfristen. Auch Belgien und Luxemburg mit ihren sehr kleinen Netzen können unter bestimmten Bedingungen einen Aufschub von zwei Jahren in Anspruch nehmen. Bundespostminister Wolfgang Bötsch war zufrieden: Angesichts der hohen Investitionen der deutschen Telekom in den neuen Bundesländern sei dies eine vernünftige Frist. Auch in einem freieren Markt werde es aber künftig Regulierung geben: Etwa für eine geregelte Abrechnung von Telefonanschlüssen, oder um keine Unterschiede zwischen Ballungszentren und dem ländlichen Raum aufkommen zu lassen. Die Minister verabschiedeten ferner eine Richtlinie zur Harmonisierung der technischen Zulassungsbedingungen für Satelliten-Funkgeräte und Mobil-Telefone.
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